Teilumstieg oder “Einfrieren“

(gem. § 47 (2) BMSVG)

Bei einem Teilumstieg handelt es sich um ein "Einfrieren" der bereits bestehenden Abfertigungsansprüche.

Die bisherigen Ansprüche (Anzahl der Abfertigungsmonate) aus der Abfertigung Alt werden festgeschrieben und unterliegen nach wie vor den alten Abfertigungsbestimmungen.

Ab einem vereinbarten Stichtag gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Abfertigung Neu für die weitere Dauer des Arbeitsverhältnisses. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt vom Arbeitgeber monatliche Beiträge in Höhe von 1,53 % des Bruttobezugs an die Allianz Vorsorgekasse geleistet werden. Dieser Teil des Abfertigungsanspruchs besteht gegenüber der Allianz Vorsorgekasse – und nicht mehr gegenüber dem Arbeitgeber.

Lediglich der eingefrorene Altabfertigungsanspruch besteht weiterhin gegenüber dem Arbeitgeber. Dieser wächst nach dem erfolgten Teilumstieg auch nicht mehr weiter an.

Steuerliche Auswirkungen für mein Unternehmen:

  • weiterhin Rückstellungsbildung nach § 14 EStG für eingefrorene Ansprüche (Ausnahme: die Übertragung der Rückstellung ins Eigenkapital bzw. auf eine als versteuert geltende Rücklage ist bereits erfolgt)
  • gewinnerhöhende Auflösung der Rückstellung bei Wegfall der Verpflichtung
  • Beiträge an die Allianz Vorsorgekasse gelten als Betriebsaufwand

Steuerliche Auswirkungen für mich als Mitarbeiter:

  • keine steuerliche Auswirkung durch „Einfrieren“ der Altabfertigungsansprüche
  • Abfertigungsbeiträge an die Allianz Vorsorgekasse sind steuerfrei
  • die Veranlagungserträge der Vorsorgekasse sind KESt-befreit
  • 6% Lohnsteuer erst bei der Auszahlung der Abfertigung durch den Arbeitgeber und/oder die Vorsorgekasse
  • Vorsorgekasse zahlt auch, wenn die eingefrorene Abfertigung nicht zusteht (zB bei Selbstkündigung)
In Unternehmen mit Betriebsrat müssen die Rahmenbedingungen in einer Betriebsvereinbarung festgelegt werden.
Mit jedem Mitarbeiter ist eine Einzelvereinbarung abzuschließen.
Leitfaden für den Umstieg auf Abfertigung Neu.